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Fotografieren mit langer Belichtungszeit - Teil 1

Es gibt verschiedene Szenarien, die zu einer längeren Belichtungszeit bei Landschaften führen. 


"Lightpainting - male ins Bild mit langer Belichtungszeit"


Ich unterscheide dabei in zwei Bereich: 

 

1. Du bist gezwungen, mit einer längeren Zeit zu arbeiten aufgrund der Lichtverhältnisse.

2. Du willst bewusst eine längere Zeit als Stilmittel einsetzen.

 

Du bist gezwungen, länger zu belichten aufgrund der Lichtverhältnisse

 

Hier gibt es nur einen wichtigen Anwendungsfall: 

 

Fotografieren bei Nacht:

Hier MUSST du aufgrund der Dunkelheit mit längeren Belichtungszeiten arbeiten. Du hast auch gar keine andere Alternative.

In der Regel willst du das aber gar nicht, denn durch die längere Belichtungszeit verwackeln dir deine Bilder und Personen, die gerade durchs Bild laufen, erscheinen verschwommen auf deinen Bildern. 

 

Was tun?

 

Längere Belichtungszeit bedeutet zunächst, du musst auf jeden Fall ein Stativ verwenden.

 

Fotografierst du im Automatikmodus, wird dir deine Kamera eine Zeit von z.B. 4 Sekunden vorgeben. Arbeitest du im manuellen Modus, drehst du die Belichtung so lange hoch, bis dein Bild ausreichend hell ist. 

 

Fotografierst du eine belebte Szene bei Nacht, solltest du darauf achten, dass deine Belichtungszeit möglichst groß ist. Personen, die dir jetzt durchs Bild laufen, werden später auf der Aufnahme nicht mehr sichtbar sein. 

 

Hier ein Beispiel:

Bei der Aufnahme lief mit jemand ständig durchs Bild und fuchtelte mit einer Taschenlampe herum. 

Die Belichtungszeit betrug 25 Sekunden und war somit ausreichend lange, um die Person im Bild verschwinden zu lassen, wohl aber das Licht der Taschenlampe. 

Man nennt diese Art der Fotografie Lightpainting.

 

Probier es aus: Stelle Deine Kamera auf ein Stativ, stelle den Selbstauslöser mit 5s oder 10s ein und eine Belichtungszeit von min. 10s. Dann laufe während der Aufnahme vor deiner Kamera hin und her. Variiere dabei deine Laufgeschwindigkeit. 

Gehst du langsamer, wirst du auf der Aufnahme zu sehen sein. Bleibst du stehen, wirst du noch deutlicher zu erkennen sein. Gehst du wiederum schneller, wirst du wie von Geisterhand verschwunden sein. 

 

... Weiter mit Teil 2 ...


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