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Das waren Zeiten

Lange ist es her.

Damals besaß ich noch eine kraftraubende Angewohnheit. 


"Blicke auf den Weg, der vor dir liegt und nicht zurück"


 

Sie zeigte sich stets, wenn ich mir ein Ziel gesteckt hatte. Vornehmlich machte ich ihre Bekanntschaft bei Zielen, die nicht hinter der nächsten Ecke auf mich warteten. 

 

Jedesmal, kurz nachdem ich losgegangen war, drehte ich mich um. Ich wollte wissen, wie viel des Weges ich schon geschafft hatte. 

Das was ich dabei entdeckte, gefiel mir natürlich nicht. Hinter mir lag lediglich eine überschaubare, kurze Wegstrecke. 

Es war nicht anders zu erwarten und doch tat ich es. 

 

Die Erkenntnis daraus war für mich wie ein Schlag ins Genick. Ich hörte daraufhin stets die Stimme eines kleinen Männchens in meinem Ohr. 

"Na, viel hast Du ja noch nicht geschafft. Bist Du Dir sicher, dass Du durchhältst?"

 

Die nächsten Schritte nahm mein Energielevel spürbar ab, ich fühlte mich zunehmend ausgelaugt. 

Das waren Zeiten, die schon lange zurück liegen. 

 

Jetzt blicke ich auf den Weg, der vor mir liegt und freue mich über jeden Meter, den ich bewältigen kann. 

Natürlich drehe ich mich auch heute von Zeit zu Zeit noch um und blicke zurück. Das passiert dann, wenn ich das Ziel bereits im Auge habe. Dieser Blick ist jedoch ein völlig anderer. 

 

Es ist der Blick, der Dich stolz macht, Dein Ziel bald erreicht zu haben. 


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