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Wie findest Du Deinen eigenen Stil?

Du siehst hier ein weiteres Bild meiner Reise nach Potsdam. Es zeigt den Schlosspark Sanssouci. 


"Erlaubt ist was Dir gefällt"


Ich möchte Dir anhand dieser Aufnahme gerne erläutern, welche Gedanken ich mir beim Aufbau eines Bildes mache. 

Grundsätzlich ist es so, dass ich mir beim Betrachten einer Szene immer überlege, welche Elemente ich im Bild haben und - ganz wichtig - welche Botschaft ich damit übermitteln möchte. 

 

Am Anfang ist das für Dich sicherlich alles nicht ganz einfach umzusetzen. Mach Dir darüber keine großen Gedanken. Jeder Meister hat einmal klein angefangen. Jeder Profi in seinem Fach hat irgendwann sprichwörtlich als pure Katastrophe angefangen.

 

Je mehr Du fotografierst und je mehr Du dabei darauf achtest, was Du fotografierst, umso mehr wirst Du Dein Auge schulen. Mit der Zeit wirst Du diese Vorgänge so automatisieren, dass sie nur noch unbewusst ablaufen.... das Fotografieren wird für Dich immer mehr zur Routine. 

 

Daher mein Rat: Fotografiere soviel Du kannst und so oft Du kannst, egal welches Motiv

 

Je mehr Du fotografierst, umso besser werden Deine Bilder. Wenn ich mir heute meine Aufnahmen ansehe, die ich vor zwei Jahren erstellt habe, kann ich kaum glauben, dass sich meine Sichtweise und meine Bilder in dieser kurzen Zeit so stark verändert haben. 

Mit jedem Bild wirst Du Dein Auge mehr und mehr schulen, anders hinzusehen. 

 

Ich kann Dir aus eigener Erfahrung bestätigen, als Fotograf siehst Du die Welt mit anderen Augen. 

Aber nun zurück zum Bild.  

Jeder Fotograf hat bei der Zusammensetzung seiner Bilder, man spricht hier von Bildkomposition, und auch bei der Wahl seiner Motive andere Vorlieben. Hin und wieder hast Du sicher schon mal ein Bild gesehen und wusstest sofort wer es erstellt hat. Das liegt daran, dass jeder Fotograf seinen eigenen Bildstil hat und dieser Stil reproduzierbar von ihm angewandt wird. 

 

Wenn Du mich schon einige Zeit hier verfolgst, weißt Du, dass ich häufig Wald, Wege und natürlich Sonne und Himmel als Bildelemente einsetze. Wenn ich diese Elemente entsprechend im Bild anordne, kann ich eine bestimmte Botschaft damit übermitteln. 

Folglich versteht sich von selbst, dass ich nur Bildelemente auf dem Foto haben möchte, die diese Aussage auch unterstützen und nicht widerlegen. 

 

Die Bäume ....sie verkörpern für mich den Gegenpol zu unserer oft hektischen Welt in der die Menschen von Ort zu Ort hetzen. Bäume stehen einfach nur da und hören zu. Sie symbolisieren für mich Ruhe und die innere Kraft. 

Zudem bilden sie in diesem Bild einen Rahmen, was dem Weg zusätzlichen Halt gibt. 

 

Der Weg im Bild führt selbstredend von einem Ort zum anderen. Der Weg steht damit für Bewegung, für Fortschritt und Veränderung, für Ziele... für DEIN Ziel oder auch für den Lebensweg, der noch vor Dir liegt.

In diesem Bild ist der Weg geradlinig. Er führt Dich ohne Umwege an Dein Ziel. Ganz anders wäre die Bildwirkung mit einem Weg, der sich mit mehreren Windungen durch das Bild schlängelt. Er würde genau diese Umwege im Leben symbolisieren. Eine abermals völlig andere Bildwirkung erhältst Du mit einem Weg, der sich an einer Kreuzung in alle vier Himmelsrichtungen verzweigt. Das wäre eine Symbolik für Unentschlossenheit oder stellvertretend für viele Wege, die an verschiedene Ziele führen können. 

 

Das Ziel am Ende des Bildes wirst Du bei mir nicht immer finden. Oft überlasse ich Deiner eigenen Phantasie, welches Ziel Du hinter dem Horizont vorfinden möchtest. 

Als ich dieses Bild fotografierte, steuerte ich allerdings tatsächlich zielstrebig das Gebäude am Ende dieses Weges an. Mich machte der Blick aus der Ferne neugierig. Somit war das Ziel am Ende des Weges tatsächlich nicht nur ein mentales Ziel, welches ich meist mit meinen Bildern vermitteln will, es war mein reales Ziel.

 

Die Sonne und ein freundlicher farbenfroher Himmel stehen für mich für positive Energie, für Lebensfreude.... Sonne ist Leben!

Die Sonne soll Dich dazu motivieren, das Ziel am Ende des Weges anzusteuern.

Wäre der Himmel wolkenverhangen, erhielte meine Botschaft eher einen negativen Touch: Achtung, der Weg wird beschwerlich und verläuft ins Ungewisse. 

 

Ich denke es wurde Dir deutlich, dass Bilder Geschichten erzählen. Das ist auch ein Grund, warum ich zu meinen Texten bevorzugt Landschaftsaufnahmen verwende. 

 

Ich hoffe ich konnte Dir mit meinen Gedanken und Erklärungen ein paar Inspirationen mit auf den Weg geben und Dich dazu ermuntern, selbst zur Kamera zu greifen, oder dieses wunderschöne Hobby auszubauen. 

 

Finde doch auch Deinen Stil! Das geschieht nicht von heute auf morgen, aber dieser Prozess macht sehr viel Spaß.

Du hast doch sicher Lieblingsmotive. Fotografiere sie von allen Seiten, aus verschiedenen Perspektiven. Versuche es im Hochformat und auch im Querformat. So wirst auch Du mit der Zeit Deinen ganz eigenen Stil herausarbeiten. 

 

Ich wünsche Dir viel Spaß dabei.


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